Ausstellungsprogramm 2013, Galerie Helga K. Schiffler. Bad Soden a.T.
Bad Soden Neuenhain am Taunus
Evangelisches Gemeindehaus Herrnbau, Herrngasse 7; 65812 Neuenhain
>>Federzeichnungen von Heinz  Müller-Pilgram (1913-1984)<<

Anlässlich des 100. Geburtstages von Heinz Müller-Pilgram (der von 1968 bis 1984 in Bad Soden Neuenhain gelebt hat) werden Originalfederzeichnungen des Künstlers u.a. mit Motiven aus Kelkheim, Liederbach, Sulzbach und Bad Soden am Taunus des Malers und Zeichners gezeigt. Die Ausstellung wurde angeregt und realisiert von Helmut W. Schiffler, (Aktionsinitiative Sodener Künstler)

Ausstellung:  Freitag, 6. Dezember bis Sonntag, 8. Dezember 2013
Vernissage:    Freitag, 06.12.2013, 19.00 Uhr
Begrüßung:    Pfarrer Jan Spangenberg ; Einführung: Klaus Spory, Pfarrer i.R.
Musikalische Beiträge: Berthold Möller
Ausstellung:    Samstag + Sonntag, 7.+ 8.12.2013; 1.00 - 16.00 Uhr; Eintritt frei.

Eine Mappe mit 13 Drucken (50 numerierte Exemplare der ursprünglich auf 70 linierten Auflage) von Federzeichnungen des Malers mit heimischen Motiven, kann in der Kunst - Ausstellung zum Vorzugspreis Preis von EURO 49,50 erworben werden. Der Reinerlös geht an die "Schwalbacher Tafel".  

Diese Drucke werden auch schon vorab zu sehen sein und bringen in Erinnerung, dass Malerei und Zeichnungen von Heinz Müller-Pilgram lange Jahre das Bild von Bad Soden und umliegender Städte prägten.
<< Heimische Motive von Heinz Müller - Pilgram <<
24. November 2013 bis zum Jahresanfang 2014 in der ev. Kirche Neuenhain Dreilindenstr. 5 in Bad Soden Neuenhain

Heinz - Müller - Pilgram geb.  5. 12 1913 in Köln; gest. 3.11 1984 in Bad Soden a.T.Schon in seiner Kinderzeit bemerkte Heinz Müller-Pilgram sein künstlerisches Talent. Daher träumte er schon von früh an von einer Laufbahn als Künstler.   Bereits mit 14 Jahren verließ er das Gymnasium. Kurz darauf bemerkte der Großvater, der Leiter der Städtischen Bühnen in Köln war, sein Talent und stellte ihn vorübergehend als Volotär im Maleratelier an. Später arbeitete er beim Kirchenrestaurator Paul Meyer-Speer und restaurierte unter anderem den Breslauer Dom und den Fuldaer Dom mit.



1961 zog er mit seiner Familie in den Taunus zurück und arbeitete zunächst in einer Werbeagentur in Königstein im Taunus. Bereits 1965 zog er weiter nach Kelkheim am Taunus und arbeitet hier als freier Künstler. Drei Jahr später verschaffte es ihn in den Sodener Stadtteil Neuenhain, wo er bis zu seinem Tode lebte. In der Kurstadt fertigte er viele Federzeichnungen an, unter anderem vom Medico Palais, dem Altenhainer Tal und dem Altenhainer Rathaus. Des Weiteren fertigte er ein Fresko in der Sauerbornhalle in Neuenhain an sowie Ausmalungen im Gastraum in einem Restaurant in Kelkheim.
Weitere Infos unter www..Sodener-Kuenstler.de /  www.kirche-neuenhain.de    sowie www.Galerie-Schiffler.de


15.11. - 5.12.2013
"Menschen, Köpfe und Personen"
Berufsverband der Bildenden Künstler, Frankfurt e.V.
Hanauer Landstr. 89
, 60314 Frankfurt am Main

Dimitri Vojnov, Robert Hettich, Yuriy Ivaskevich, Huiza Müller-Lim, Marlies Pufahl, Slava Tschamlay und Valentina Kulagina

Vernissage: Freitag, den 15.11.2013
geöffnet Mi, Sa,  So 15.00 - 18.00 Uhr u.n.V.; Eintritt frei

Zum Abschluss der Ausstellung bieten wir "art after eight"
am Donnerstag, den 05. Dezember, 20.00 Uhr bei einem Glas Wein an.
Hierzu malt Dimitri Vojnov "live" ein Bild und liest aus seinem Buch

Kuratiert von Galerie Helga K.Schiffler, www.Galerie-Schiffler.de


Mit "Menschen, Köpfe und Personen" stellt unsere Galerie die Arbeiten von KünstlerInnen aus,die das Thema Menschen immer wieder zum Kern ihrer Arbeit gemacht haben.

"Das Malen vonmenschlichen Figuren ist das Wesentliche für einen Künstler. 
Unsere Aufgabe ist nicht, den äußerlichen Glanz von Gegenständen zu verewigen. Ein Maler soll die Seeleeines Menschen auf die Leinwand bannen."

so die Aussage von Rembrandt (1606-1669) im unterhaltsamen Roman von Alexandra Guggenheim, "Der Gehilfe des Malers"


Der Mensch - als Element in der Kunst ist sicher so altwie die Kunst selber.
Die Aussage deckt sich in Teilen mit der sinngemäßen Formulierung einer Kunsthistorikerin zur Ausstellung zu Arbeiten von Anselm Feuerbach (1829-1890) im Museum Wiesbaden:

„Nicht das realistische Abbild der gemalten Person steht bei den Arbeiten des Nürnberger Künstlers im Vordergrund. Die Erfassung der Seele, das zeigen einer besonderen Wesensart, die Verkörperung der Muse in ihrer realen oder irrealen Anwesenheit, soll gezeigt werden.“

 


Mal bekannte Persönlichkeiten oder Gruppen, mal anonyme Frauen und Männer einzeln, stehend sitzend, gehend, tanzend. Mehr als einzeitliches Festhalten einer Person in einer momentanen fotografiegleichen Situation. Menschen in Bewegung, liegend, stehend, versonnen, sprechend, sozusagen in unbegrenzten Variationen. Das ist es, was uns ausmacht!

Ohne die Arbeiten der heute hier ausstellenden KünstlerInnen mit Anselm Feuerbach vergleichen zu wollen, zeigt diese Ausstellung aber eben auch nicht primär Porträts, sondern Menschen, Köpfe und Personen in unterschiedlichsten Stilrichtungen, Anordnungen und Positionen. Von oben,einzeln, von hinten, als Ansammlung, realistisch, abstrahiert, surrealistischoder charakteristisch. Immer mit Respekt, manchmal mit Distanz oder Nähe. Vielmehr also als ein Porträt einer konkreten

"Die Malerei in ihrem eigentlichen Sinne"
Otto Greis (1913 - 2001) zum 100. Geburtstag

Mit einer Ausstellung von mehr als 60 Gemälden und Zeichnungen aus 60 Jahren ehrt die Stadt Bad Soden den Künstler zum 100. Geburtstag. Es ist gelungen, aus einer kleinen renommierter Auswahl im Privatbesitz eine aussergewöhnliche Retrospektive mit Exponaten dieses Künstlerszusammen für eine Ausstellung in der Stadtgalerie von Bad Soden am Taunus zusammen zustellen (Initiator und Kurator: Helmut W. Schiffler, Aktionsinitiative Sodener Künstler (ASK)
 
Ausstellung: 04.10. - 27.10.2013
geöffnet Mi, Sa, So 15:00 - 18:00 Uhr u.n.V.;  Eintritt frei
Führungen sa/so ab 15:30 Uhr durch Helmut W.Schiffler
"art after eight": Donnerstag, 24.10.2013, 20:00 - 22:00 Uhr
"Die Malerei am Ende?" Lesung mit Walter Jauernich, Schauspieler, Radiosprecher, Mitglied der "Schmiere" und Helga K.Schiffler
Finissage: Sonntag, den 27.Oktober 15:00 - 18: 00 Uhr mit musikalischer Begleitung. Es spielen das

 "Bad Soden Jazz-Trio" mit Christoph Neubronner (Klavier) ,Schlagzeuger Dr. Manfred Weiß und Bassisten Jann Meyer
Weitere Infos auf den Websites:
www.Bad-Soden.de sowie die privaten websites www.Sodener-Kuenstler.de + www.Bad-Soden Stadtgalerie.de

„Die Malerei in ihrem eigentlichen Sinne“
Otto Greis (1913 - 2001) zum100. Geburtstag
 

Otto Greis verstarb 2001 im Alter von 87 Jahren. Die Stadt Bad Soden am Taunus nimmt den 100. Geburtstag des Künstlers zum Anlass, ihn mit einer Retrospektive mit mehr als 60 Gemälden, Zeichnungen und Dokumenten aus 60 Schaffensjahren zu ehren. Aus einer kleinen Auswahl renommierter Exponate im Privatbesitz konnte eine beachtliche Ausstellung zusammengestellt werden - darunter auch Werke aus seiner Zeit in Bad Soden (1945-1957).

Diese bundesweit einzigartige Ausstellung zum 100. Geburtstag von Otto Greis ist auch seiner jüngst verstorbenen ersten Frau Hannelore Greis gewidmet. Hannelore Greis, die zuletzt in Kronberg lebte, hatte bis zu ihrem Tod im Juli wesentlichen Anteil an der Planung der Ausstellung. Sie hatte sich so euphorisch auf die Ausstellung der Arbeiten von Otto Greis gefreut.
 
Die Stadt Bad Soden am Taunus ehrt mit dieser Ausstellung einen Künstler der Nachkriegsavantgarde, der zwölf Jahre im damaligen Bad Soden lebte und der durch sein künstlerisches Schaffen wesentlich zur Anbindung der deutschen an die internationale Kunstszene beitrug.

Nach 1945 herrschte unter den deutschen Künstlern eine gewisse Unsicherheit, wie es weitergehen würde. Ein Anknüpfen an die Kunstdes Dritten Reiches war unmöglich, deshalb schied auch die Figurative Kunst generell aus. Frankreich, das großen Wert auf die kulturelle Umerziehung der Deutschen legte, präsentierte dem staunenden Publikum die jüngsten Kunstrichtungen:

Kubismus, Art Brut und Abstraktion. Für die meisten deutschen Künstler tat sich im Kontakt mit diesen Kunstformen Neuland auf. Auch Otto Greis war von der neuen Bildauffassung fasziniert und schuf Werke, in welchen er der Illusion von Räumlichkeit dadurch entgegenwirkte, dass er – ganz im Sinne der Kubisten –Objekt und Hintergrund sich überlagern und durchdringen ließ. 1959 und 1964 nahm Otto Greis an der documenta II und III teil.

Die Ausstellung in der Stadtgalerie zeigt Exponate aus den verschiedenen Schaffensperioden von Otto Greis, in einer zeitlichen Spannbreite von den 1930iger bis zu den 1980er Jahren  - darunter Arbeiten aus seiner Ausbildungszeit, den 30er Jahren, der kubistischen Phase der 40er Jahre, dem Informel in der ersten Hälfte
sowie der darauf folgenden Abwendung vom Informel in der zweiten Hälfte der 50er Jahre.

In seiner Bad Sodener Zeit (1945 bis 1957) war Otto Greis u. a. mit dem ebenfalls hier lebenden Maler Richard Schoenfeld, dessen Gattin, der in Bergen / Norwegen geborenen Bildhauerin Mena Schoenfeld, sowie mit dem in Wien geborenen, späteren Städelprofessor, dem Bildhauer Friedrich Christoph Hausmann freundschaftlich verbunden. Besonders beeinflusst wurde Otto Greis in der Sodener Zeit durch seinen intensiven Kontakt zu dem in Hofheim lebenden Maler und Grafiker Ernst Wilhelm Nay.


01. - 24. Februar 2013 "Diesseits des Firmaments"
Neue -  teilweise großformatige Arbeiten runden den bisherigen Zyklus der Jahreszeiten ab


Die Ausstellung in der Stadtgalerie von Bad Soden am Taunus zeigt Öl- und Aquarellbilder des in Weißrussland aufgewachsenen zeitgenössischen Künstlers Yuriy Ivashkevich, der seit ca. neun Jahren in Kelkheim am Taunus lebt und arbeitet.

Die Werke der Ausstellung, die sich auf ganz eigene Weise die Erinnerungen an die reale Landschaften in träumerische Stimmungsbilder umwandeln, beenden thematisch seinen Zyklus der vier Jahreszeiten

Die Wirkung der freien abstrakten Form seiner Malerei ist durch die Verwendung einer ungewöhnlichen Maltechnik verstärkt. Damit schafft er mit seinen Arbeiten eine Welt, in der die Natur ihren eigenen emotionalen Raum bekommt.

Ort: STADTGALERIE Bad Soden, Königsteiner Str. 86, 65812 Bad Soden a.T.
Weitere Infos auf den Websites  www.Bad-Soden.de  |  www.Bad-Soden-STADTGALERIE.de
Individuelle Führungen: samstags/sonntags, 15 - 18 Uhr durch H. Schiffler

"art  after eight"" Donnerstag, 21.Februar 20:00 - 22:00 Uhr,
Ersmals zeigte der Künstler anhand von nie vorher gezeigten Fotos und Originalexponaten eine Retrospektive vom Ende der 70 Jahre bis heute zeigen. Erzählerisch vermittelte er uns einen tiefen Einblick in sein künstlerisches Schaffen der letzten mehr als 35 Jahre.


Als Besonderheit boten wir die einzige von Yuriy Ivashkevich erstellte Künstler -Lithografie (70 x 90 cm) von 1997 (acht verbliebene von insgesamt 15 Exemplaren) zu einem Sonderpreis von 180 EURO (sonst 220 EURO) bis zum Ende der Ausstellung an.


Zur Ausstellung erscheint eine Broschure mit den Arbeiten zu "Diesseits des Firmaments" zum Preis von 7 EURO.


05.04. - 28.04.2013
Kunst in bewegten Zeiten“ – Arbeiten von Hans Ottmar Holland (1897-1989) in der Stadtgalerie von Bad Soden am Taunus, Königsteinerstr. 86, 65812 Bad Soden am Taunus

www.bad-soden.de, Mi, Sa, So 15-18 Uhr u.n.V., Eintritt frei
Vernissage am Freitag, den 5.April 2012, 19.00Uhr
Begrüssung: Bürgermeister Norbert Altenkamp
Einführung: Dr. Astrid Jacobs, Kunsthistorikerin, www.Kultur-Erlebnis.de

Hans Ottmar Holland (1897-1989), Kunstmaler, Innenarchitekt, Architekt. Aus wenigen verbliebenen Erinnerungsstücken – Briefen, Fotos kurzen Notizen und Zeitungsausschnitten rekonstruiert der Autor Johannes W. Holland das Leben seines Onkels.

Er fasst dies im Buch "Hans Ottmar Holland: Ein unbekannter Maler im XX. Jahrhundert" (Kurzbiographie) zusammen.

Die Ausstellung zeigt hierzu eine Auswahl aus dem umfangreichen Werk an Gemälden, Zeichnungen, Aquarellen und architektonischen Entwürfen des in München lebenden Künstlers. Insbesondere sein Impresario, in seiner Korrespondenz mit dem Freund aus einer jüdischen Familie immer nur als »Schamy« angesprochen, hat ihn Zeit seines Lebens immer wieder auf sein künstlerisches Talent hingewiesen und ihn ermutigt, den eingeschlagenen Weg eines Künstlers konsequent weiter zu verfolgen.
Während eines einjährigen Besuchsaufenthaltes bei seinem Freund in Spanien, entstand  eine eigene Serie südländischer Landschaftsaquarelle. Darüber hinaus gehörten Zeichnungen, Porträts und vor allem Blumenbilder zu seinen bevorzugten Sujets. Das Buch und das Werk des Münchener Zeichners und Malers zeigen, angesichts  der Schwierigkeiten, die so manche künstlerische Existenz dieser Zeit ereilte, stellvertretend für Kollegen, ein Leben zwischen zwei Kriegen.

Galerie Helga K. Schiffler, mobil 0162-8987781, info@galerie-schiffler.de
www.galerie-schiffler.de sowie der privaten Website www.Stadtgalerie-Bad-Soden.de



23. Juni 2013 (Sonntag) zwischen 11.00 und 20.00 Uhr anläßlich der

"Offene Wallauer Höfe und Kunst 2013"


zum 4.Mal seit 2007 (alle zwei Jahre) sind wir auf dem Rezepturhof , im Herzen von Hofheim - Wallau, im Rahmen der Veranstaltung "Offene Wallauer Höfe und Kunst" mit
einer Gruppe von KünstlerInnen vertreten:

Diesmal mit
Barbara Andres-Schucht (Malerei), Doris Brunner (Zeichnungen), Marisa Engels (Malerei), Katrin Gordan (Bildhauerei), Jürgen Hanisch (Malerei), Levan Mosiashvili (Malerei), Kornelia Krimmler (Malerei), Almut Martiny (Malerei), Gertrud Rist (Kaligrafie), Lia Thoma (Malerei), Utz Schoris (Malerei) Silke Wolter, (Monotypien) und die Galerie Je Rang Art (u.a. mit Kaligrafien und Origami).



Und hier finden Sie uns sowie die KünstlerInnen (mit vita und vielen Beispielen ihrer Arbeiten, die mit uns ausstellen!


Johannes Müller-Franken
30.06. - 21.07.2013

"Realisten unter sich" Deutscher Realismus nach der documenta 5
Arbeiten von Andreas Orosz, Bernd Schwering und Johannes Müller-Franken
sowie Michael Rausch, Malte Sartorius und Peter Nagel
KunstKabinett Bad Soden am Taunus,
Vernissage: Sonntag, den 30.06.2013, 15.00 Uhr in Anwesenheit einiger der Künstler
Begrüßung: Bürgermeister Norbert Altenkamp / Einführung: Stefanie Bickel, Kunsthistorikerin. Ausstellung kuratiert von Galerie Helga K.Schiffler

Nichts ist weniger real als der Realismus. Einzelheiten sind verwirrend. Nur durch Auswahl, Weglassung und Betonung stoßen wir zur wahren Bedeutung der Dinge vor. " (Georgia O’Keeffe)

Peter Nagel "Eisbaären" unikatisierte Lithografie
"Die Kunst des Realismus fasziniert. Bilder, die auf den ersten Blick kaum von Fotografien zu unterscheiden sind, begeistern in ihrer malerischen Meisterschaft und stellen auf den zweiten Blick unser Verständnis von Wirklichkeit in Frage. Was ist real, was ist Realität, was ist echt, können wir unseren Augen trauen? Wir entdecken in dieser Kunst viele Details unseres Alltags und scheinbar vertraute Motive. Doch was ist bildwürdig und was nicht? Worauf fällt der Blick der Maler? „Viele der Motive wirken auf den ersten Blick vertraut und verständlich, der Zugang scheint einfach, alles sieht so echt aus. Doch auf Faszination folgt Irritation, und im Staunen über die detailgenaue Präzision eröffnet sich dem Betrachter das Abenteuer der Wirklichkeit: es beginnt dort, wo er in der Kunst das Alltägliche und bekannte neu entdeckt.“ (Christiane Lang)


Bronze "Tischfrauen", Foto Wanda Pratschke

„Die Schönen“ – Wanda Pratschke

 

Stadtgalerie, Badehaus im Alten Kurpark,Königsteiner Str. 86,

65812 Bad Soden am Taunus

02.08. - 25.08.2013

 

 

Seit Ende der siebziger Jahre ist die Frankfurter Bildhauerin Wanda Pratschke vor allem mit weiblichen Akten in klassischen Posen bekannt geworden. Stehende, Sitzende,Liegende, teils überlebensgroß und stets in Bronze ausgeführt. Dabei hat sich die 1939 geborene Künstlerin formal kontinuierlich weiter entwickelt. Schon vor einigen Jahren etwa hat sich angedeutet, was sich in den neuen Plastiken wie den „Herzdamen“ kraftvoll artikuliert: Im Vergleich zu den klassisch runden und schmeichlerischen Formen zeigt sich nun ein sichtlich gesteigertes Interesse an bewegten Oberflächen. Dabei ist der fragmentarische Charakter direktes Ergebnis eines veränderten Vorgehens. Denn statt mit Ton arbeitet Pratschke nun vorwiegend mit Gips und Styropor als Material, aus denen sie ihre Figuren in einem langwierigen und kräftezehrenden Prozess aufbaut,glättet, wieder abschlägt und neu aufbaut, bis das Modell seine endgültige Form gefunden hat. Pratschkes immer schon starke Frauen haben dadurch noch einmal an Charakter gewonnen. Und zeigen sich in jeder Hinsicht gereift.

 

Aquarell, Foto: Wanda Pratschke

Zusätzlich zu kanpp dreißig Skulpturen zeigt die Ausstellung darüber hinaus, dreißig teilweise großformatige Zeichnung im gleichen Themenspektrum.

 

Vernissage:

Freitag, 02.08.2013,19:00 Uhr; in Anwesenheit der Künstlerin

Begrüßung:Bürgermeister Norbert Altenkamp

Der Landrat Michael Cyriax hat sein Kommen zur Eröffnung zugesagt.

Einführung: Dr. Hanneke - Heinemann, Kunsthistorikerin

„art after eight“: Donnerstag, 22.08.2013,20:00 bis 22:00 Uhr :

Hier zeigt dieKünstlerin einen Film zur Entstehung ihrer Arbeiten

Finissage: Sonntag, 25.08.2013, 15:00 bis 18:00 Uhr

Öffnungszeiten: Mi., Sa., So., 15:00 bis18:00 Uhr, und nach Vereinbarung

Individuelle Führungen:Samstag, Sonntag, 15:00 bis 18:00 Uhr durch Helmut W. Schiffler.

 

Veranstalter/Kurator: Galerie Helga K.Schiffler

Weitere Infos: Galerie HelgaK. 0162 898 7781 www.galerie-schiffler.de

Websites:  www.bad-soden.de sowie die private Website www.bad-soden-stadtgalerie.de




Foto Nietner; Artikel der FNP v. Brigitte Kramer
Und das schrieb die Frankfurter Neue Presse.....
Wanda Pratschke, die nächstes Jahr 75 wird, stützt sich auf einer Säule ab. Südamerika-Reisen und vor allem der Anblick von Mumien haben sie inspiriert. Die Bilder fließen ein, wenn sie ihre Großplastiken formt. Foto: Nietner

Nackedeis im Badehaus  Von Brigitte Kramer
Voluminöse Frauenkörper und andere Skulpturen ergänzen sich mit Zeichnungen und Aquarellen
Die bekannte Künstlerin Wanda Pratschke stellt in der Stadtgalerie aus. Sie ahnt, dass einige Besucher, die sie und ihre Werke kennen, vielleicht traurig oder irritiert sein könnten. „Ich hab“ mich ein bisschen verändert“, sagt Wanda Pratschke. Nein, damit spielt die weit über das Rhein-Main-Gebiet hinaus bekannte Künstlerin nicht etwa auf ihren pfiffigen Kurzhaarschnitt an. Gemeint sind ihre Bronzen. Ihre Skulpturen sind rauer geworden in den vergangenen zehn Jahren. Und sie schätzt, dass einige Leute darüber traurig sein werden, weil ihre voluminösen Frauenkörper nicht mehr diese glatte Oberfläche von vor drei Jahrzehnten besitzen. Proportionen verändern

Mitten im Chaos, mitten bei den Vorbereitungen für die Ausstellung, die heute in der Stadtgalerie eröffnet wird, nimmt sich Wanda Pratschke Zeit. „Die Schönen“ heißt die Präsentation, bei der nicht nur Skulpturen, sondern auch Zeichnungen, Aquarelle und Gouachen von der Frankfurter Künstlerin zu sehen sind. Gemeinsam mit dem Galeristen Helmut Schiffler hat Wanda Pratschke die Schau im historischen Badehaus zusammengestellt.
„Die Neufindung von Skulpturen ist mein Thema“, verrät Wanda Pratschke. Dabei sei es ihr wichtig, Proportionen zu verändern und großzügige, monumentale Formen zu erzeugen. Sie blickt auf ihre „Unbesiegte“. Als Kontrast zu dem voluminösen Frauenkörper hat die Bildhauerin der vor drei Jahren geschaffenen Bronzeskulptur einen dünnen Arm gegeben und dadurch Spannung geschaffen. Die Haltung des Kopfes strahlt Selbstbewusstsein aus. Die gekreuzten Arme und die angewinkelten Beine signalisieren Gelassenheit. Reife und Würde.
Es sind diese Eigenschaften, die Wanda Pratschkes weibliche Akte auszeichnen. Der Ausdruck der Gesichter, das Profil, spielt, wie bei „Eva mit dem Apfel“, einer mannshohen Skulptur, die die Besucher im Foyer empfängt, dagegen kaum eine Rolle. Die Weiblichkeit wird bei „Eva“ durch einen Haarschweif betont. Bei anderen „Schönen“ - wie Herzdame, Liegende, Sesselfrau, den Tischfrauen oder Frühling - werden weibliche Akzente durch Haarknoten oder -krönchen, Zöpfe oder Pferdeschwänze gesetzt. Ein langer Prozess Mit Skulpturen, Zeichnungen und anderen Werken zeigt die Frankfurter Bildhauerin in Bad Soden Flagge.

"Herzdame" Bronze und Foto Wanda Pratschke
Von den meisten ihrer Großplastiken fertigt Wanda Pratschke zunächst kleine Entwürfe, sogenannte Bozzettos an, die in der Ausstellung zu sehen sind. Denn von den ersten Skizzen bis zum fertigen Bronzeguss ist es ein langer Prozess. Heute arbeitet Wanda Pratschke nicht mehr in Ton, sondern mit Gips. Sie brauche Zeit und überprüfe ihre Arbeit jeden Tag, verrät sie. Da kann es gut sein, wenn sie von einem Besuch im Schwimmbad in ihr Atelier zurückkehrt, dass der Rücken ihres Modelles ihr nicht mehr zusagt. Dann wird der Gips weggeschlagen, und sie beginnt mit diesem Körperteil von neuem.
Woher bekommt sie ihre Inspirationen? Die habe sie mittlerweile im Kopf, sagt Wanda Pratschke. Auch brauche sie keine Aktmodelle mehr. Angeregt wurde sie aber auch durch Reisen nach Südamerika. Dort hätten sie vor allem die Mumien fasziniert, die in embryonaler Stellung begraben wurden. Eine habe sogar einen hängenden Zopf gehabt, erinnert sich die Künstlerin.
Seit Mitte der 70er Jahre hat Wanda Pratschke, die in Berlin geboren wurde und an der Städelschule bei Willi Schmidt in Frankfurt Bildhauerei studiert hat, ihre Werke in zahlreichen Ausstellungen präsentiert. Auch im öffentlichen Raum in Frankfurt und Umgebung sind ihre Bronzen zu finden. Im Main-Taunus-Kreis steht seit 1987 die „Große Liegende“ im Hof des Kreishauses in Hofheim. Im Bad Sodener Krankenhaus wurde 2010 die Skulptur „2 Hähne“ aufgestellt, und am Frankfurter Flughafen steht eine „Schöne“ seit 2001 im Terminal I. Zurzeit arbeitet Wanda Pratschke in ihrem Frankfurter Atelier an einer Großskulptur. Diese soll im nächsten Jahr - zu Pratschkes 75. Geburtstag - im Museum für Stadtgeschichte, im Frankfurter Karmeliterkloster, aufgestellt werden.